Barbecue

Frostige Hühnerbeine und ein Schwein mit Kirschen

Alles halbe Jahr treffen sich die Familien der Spielgruppe meiner Tochter zum Kaffeekränzchen. Beim letzten Treffen im Sommer habe ich mit einer Weberkugel im Gepäck vor Ort für die 20 Erwachsenen und 10 Kinder gegrillt. Am Sonntag war es wieder soweit und ich war erneut für das Essen zuständig. Durch die winterlichen Temperaturen war dieses Mal aber eine Planänderung nötig. Um nicht den ganzen Nachmittag alleine auf der Terrasse zu stehen, sollten die Hauptzutaten bereits zuhause gegrillt werden. 

Ganz so einfach war das aber nicht: erstmal mußte ich den Smoker einsatzbereit machen. Im Grill hatte sich etwas Regenwasser gesammelt und war zu einem schönen Eisklumpen gefroren. Etwas Überzeugungsarbeit mit der Schaufel und ich konnte das Eis einigermaßen gut rauskratzen. Leider bildete sich nach dem Anfeuern wieder ein See aus der inzwischen geschmolzenen Frostschicht im Garraum. Eine Rolle Küchenpapier später konnte ich mich dann aber endlich an die thermische Veredlung des Fleisches machen.

Das Chilichef Jahr 2012 in Zahlen

Ein ereignisreiches Jahr 2012 ist zu Ende und es wird Zeit, ein wenig zurück zu blicken bevor wir voller Energie ins nächtste Jahr starten. All die tollen Erlebnisse in kompakter Form wieder zu geben ist nicht wirklich einfach, vielleicht geben Euch aber die Zahlen des Jahres einen kleinen Einblick in das, was so passiert ist:

2 - die Neuauflage der Münsterländer Grillmeisterschaft war ein voller Erfolg 

1 & 3 - der erste Platz für unser Schweinefilet und der dritte Platz in der Funwertung beim Bergisch BBQ im Juni machen Lust auf weitere Teilnahmen an Grillmeisterschaften

20 - Grillverrückte versuchten sich beim dritten Old Mountain Grilltreffen zu Beginn der Osterferien mit ihren Grillkünsten gegenseitig zu übertreffen und hatte eine Menge Spaß dabei

Der Nikolaus bringt ein Beef Brisket

Urlaubszeit heisst Grillzeit, egal welche Jahreszeit gerade herrscht. Unbeirrt von den kühlen Temperaturen am Nikolausmorgen wurde also erst die Tochter in den Kindergarten gebracht und anschliessend direkt der Smoker angefeuert. Am Abend zuvor hatte ich bereits ein US Beef Brisket pariert und kräftig mit Don Marco's Mafia Coffee Rub gewürzt. Kurz vor dem Auflegen gab es noch eine zweite Schicht Rub auf der Fleischseite und dann wanderte das Fleisch mit ein paar Stücken Apfelholz in den Smoker.

Komplett low & slow Barbecue bei 100 bis 120 Grad kam leider auf Grund des engen Zeitrahmens nicht in Frage. Ich hatte keine Lust auf eine Nachtschicht und es sollte bereits zum Abendessen lecker knuspriges Fleisch geben. Mir blieb also nichts anderes übrig, als das Brisket "hot & fast" fertig zu stellen. 

Cocktails & Fleisch

Das Wohnzimmer von Stefans Eltern war vor über 10 Jahren Schauplatz einiger, inzwischen legendärer, Cocktailparties. Durch Stefans Lust mal wieder eine ordentliche Feier zu veranstalten und der Tatsache, dass das elterliche Domizil urlaubsbedingt zur Verfügung stand, kam es vor zwei Wochen zu einem Revival. Ein Großteil der ursprünglichen Gäste fand sich wieder ein, um die alten Zeiten aufleben zu lassen - und natürlich um leckere Getränke zu schlürfen.

Da Cocktails alleine heutzutage aber nicht mehr ausreichen, um eine feierwütige Meute ins Haus zu locken, musste natürlich auch die ein oder andere Speise vom Grill aufgetischt werden. Den Anfang machte ein Berg Rippchen aus dem Smoker, um den ersten Hunger der Gäste zu stillen. Da Stefan als Gastgeber reichlich eingespannt war, übernahm übrigens Sebo die Rolle des Grillmeisters und wirbelte auf der Terasse herum.

Hochzeitsfeier im Herrenhaus

Die meisten anderen Grillteams kämpften am ersten Maiwochenende in Schwäbisch Hall um den Titel des deutschen Grillmeisters, für uns ging es aber nicht auf den Wettkampf, sondern nach Dortmund. Während im Stadion die Meisterschale überreicht wurde, durften wir für eine Hochzeitsgesellschaft mit 100 Leuten ein Buffet vom Grill zaubern. Haus Husen, ein altes Herrenhaus aus Ritterzeiten, bot eine tolle Kulisse für die Feierlichkeiten - auch wenn das Wetter zunächst nicht mitspielen wollte.

Heftiger Regen erschwerte die Vorbereitungen und zwang uns in die Tiefen des Gewölbekellers. Hier schnippelten und putzten wir die Zutaten in einer voll ausgestatteten Küche, während unsere Grills, gut vor Wind und Wetter geschützt, vor der Tür angefeuert wurden. Im Laufe des Tages verzogen sich die Regenwolken und die ersten Fingerfood Häppchen lockten schliesslich die Gäste nach draußen.

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