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Rinder-Rippen und ein geschnürtes Schweinchen

Beim Stöbern in der Metro-Fleischabteilung sind mir letztens zwei leckere und zugleich relativ preisgünstige Stück Fleisch in den Einkaufswagen gehüpft. Als Hauptdarsteller gab es einen Spanferkelrollbraten mit schöner Schwarte. Zum Ausprobieren und Testen gab es zudem noch eine schöne Rinderrippe, die ich vor dem Bad im Suppentopf retten konnte. Eine ausgiebige Behandlung im Smoker ist da viel besser geeignet.

Da der Spanferkelrücken (mit anhängendem Bauchlappen) einfach eingerollt und geschnürt daher kam, ging es als erstes an die Würzung. Schnell die Schnüre durchtrennt und den aufgeklappten Braten etwas pariert, da die Schwarte im inneren nicht richtig kross wird. Eine gute Portion Don Marco’s Pig Wings wurde innen einmassiert und es ging wieder ans neue Verschnüren mit Metzgerzwirn. Von Aussen gab es auch noch ein bisschen Pig Wings Rub und es ging mit etwas Öl zum Ausruhen für rund zwei Stunden in Kühlschrank.

Die Rinder-Rippen wurden mit einem sehr einfachen Rub aus 2EL Pfeffer, 1 EL Senfpulver, 1 EL Zucker und 1 EL Salz gewürzt und direkt in den Smoker verfrachtet. Gegrillt wurde nach der 3-2-1 Methode mit drei Stunden im Hickory-Rauch, 2 Stunden in Alufolie und anschliessend noch eine Stunde bei etwas höherer Temperatur zum knusprig werden. Nach den ersten drei Stunden kam der Rollbraten in der Nähe der Feuerbox mit auf den Smoker und wurde alle halbe Stunde für eine gleichmäßige Bräunung gedreht.

Die Schwarte ist zwar leider nicht über die komplette Länge Popcorn-mäßig aufgeplatzt, schön gekracht hat sie trotzdem beim Reinbeissen. Die Würzung von innen hat sich auf jeden Fall gelohnt und Pig Wings ist einfach eine klasse Gewürzmischung. Bei den Ripchen gab es leider Licht und Schatten. Einige Lagen schmeckten köstlich mit einem tollen Rindfleischgeschmack, ja fast schon nach Brisket.  Je näher man aber zum Knochen hin kam,  desto fettiger wurde die Angelegenheit. Die untersten Schichten Fleisch waren leider fast komplett von Fett durchzogen und kaum zu Genießen. Rinder-Rippchen sind immer ein kleines Gewinnspiel, bei unserem letzten Test waren die Rippchen von einer besseren Qualität. Trotzdem greife ich immer gerne wieder zu, gerade die schwierigeren Stücke sind ja eine Herausforderung am Grill.

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