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Chilisaison 2013 – ein kurzer Zwischenstand

In den letzten Wochen mit angenehm hohen Temperaturen und viel Sonne haben sich meine Chilipflanzen toll entwickelt. Endlich entsprechen die (bisherigen) Zuchtergebnisse mal wieder den Erwartungen zu Beginn der Saison. Die ersten Früchte konnten geerntet werden und es wird Zeit, für einen kurzen Bericht bevor es in den Endspurt geht.

Bei den verschiedenen Sorten ist es kein Wunder, dass die Pflanzen sich nicht alle gleichmäßig entwickelt haben. Schon bei der Anlieferung gab es deutliche Unterschiede und so geht es auch jetzt noch munter weiter:

Jalapenos

Im April kamen die Jalapenos am weitesten fortgeschritten bei mir an, leider hat sich das Bild etwas gedreht und die Pflanzen hinken jetzt speziell beim Wachstum hinterher. Bereits im Gewächshaus hatten sich die ersten Blüten gebildet und die noch kleinen Pflanzen mussten relativ dicke Schoten tragen. Anscheinend wurden alle verfügbaren Ressourcen in die Schoten gesteckt und für ein kräftiges Wachstum der Pflanze blieb nicht mehr viel übrig. Durch das Gewicht der großen Schoten sind beide Pflanzen umgeknickt, einmal zusammen mit einem Teil der Wurzeln (Jalapeno Concho) und einmal an der ersten Verästelung (Jalapeno Purple). Ich habe beide Pflanzen abgestützt und bei der stärker beschädigten Pflanze auch alle Chilis vor der eigentlichen Reife geerntet, um weitere Schäden zu vermeiden.

Habaneros

Die Pflanzen waren zu Beginn recht klein und haben auch nur zögerlich angefangen zu wachsen. Die fehlende Größe macht aber nichts, da beide Habaneros ziemlich buschig geworden sind. Die ersten Blüten haben sich auch etwas mehr Zeit gelassen aber inzwischen tragen beide Pflanzen eine ganze Ladung an ansehnlich großen Früchten. Die ersten vier oder fünf gelben Habaneros sind bereits reif, der Rest ist noch sehr grün und wird hoffentlich noch rechtzeitig reif, bevor die Temperaturen wieder fallen.

 

Monkey Face

Auf den ersten Blick ist diese Sorte nicht direkt als Chili zu erkennen. Die Pflanze ist sehr buschig geworden und hat eine durchschnittliche Höhe erreicht, die Blätter sind allerdings sehr klein, recht dünn und haben nicht so ganz die typische Form. Es haben sich schnell sehr viele Blüten gebildet und die Pflanze ist übersäht mit vielen kleinen, aufrecht nach oben stehenden Chilis. Durch den buschigen Wuchs ist es gar nicht so einfach, überhaupt an die Schoten heranzukommen und zu ernten.

 

Aji Amarillo

Die kräftigste und größte Pflanze in diesem Jahr ist ganz eindeutig die Aji. Fast doppelt so hoch wie die Habeneros, stark verzweigt und mit Ästen bis zu 4cm dick, steht die Pflanze sehr gut da. Nach einer kurzen Gedenkpause sind auch viele Blüten gebildet worden und die Pflanze hat viele, bereits sehr große Schoten. Ich bin gespannt auf den Geschmack und freue mich auf einen hohen Ertrag.

 

 

Apache

Ein ordentliches, unspektakuläres Wachstum mit einer guten Anzahl an Schoten an der Pflanze. Eigentlich hatte ich die Schoten eher als Habanero-Unterart erwartet, das bisherige Aussehen lässt aber eher auf eine Verwandschaft mit der Aji Amarillo schliessen. Mal sehen was am Ende herum kommt, vielleicht ist es durch die räumliche Nähe der beiden Pflanzen ja auch zu einer Kreuzung gekommen. Da die Schoten noch einige Zeit bis zur Reifung brauchen, muss ich mich wohl noch ein bisschen gedulden.

 

Was kommt als nächstes?

Alle Blumentöpfe werden gedreht um den Pflanzen von allen Seiten genug Sonne zu geben und für gleichmäßiges Wachstum zu sorgen (die Töpfe stehen vor einer Wand). Dabei hilft es auch die Anordnung der Pflanzen zu tauschen, vielleicht kriegen einige Pflanzen ja mehr Wind oder Sonne ab als andere. Falls nötig müssen auch noch weitere Pflanzen abgestützt werden, wobei die am meisten gefährdeten Kandidaten bereits versorgt sind.

Da sich so langsam einige hellgrüne Blätter zeigen wird es auf jeden Fall Zeit für neuen Dünger. Einige Töpfe sind inzwischen auch so stark von Wurzeln durchzogen, dass kaum noch Wasser gespeichert werden kann. Sobald der neue Dünger verteilt ist, werde ich die Töpfe alle wieder bis zum oberen Rand mit neuer Erde auffüllen.

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