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Da auf einem Smoker eigentlich immer noch ein bißchen Platz für Fleisch ist sollte man daran denken etwas mehr einzukaufen. Der Aufwand ist gleich, egal ob man einen oder zwei Braten zubereitet aber es gibt einen entscheidenden Vorteil: Reste! Die Verwertung des zweiten Bratens kann man gut in Form dünn aufgeschnittener Scheiben auf dem Frühstücksbrot an jedem Tag der darauffolgenden Woche vornehmen. Heute teste ich allerdings mal eine andere Variante: Burritos.
Die Tortillas mit Bratenscheiben, Käse, Tomaten und Jalapenos belegen und aufrollen. Hierzu erst die beiden Seiten einschlagen und dann schön eng aufrollen. Anschliessend die Burritos im Sandwichtoaster knusprig angrillen und verspeisen.



Mit der Zeit spricht sich das Grillhobby herum und ehe man sich versieht wird man von Freunden und Bekannten für deren Grillparties verplant. Ok, wenn es sich bei den Organisatoren um die Freundin eines Teammitglieds handelt ist das wohl kein Problem. Schliesslich müssen Freundinnen ab und zu etwas leiden wenn die Kerle mitten in Meisterschaftsvorbereitungen stecken. Als Sandra mit ihrer Projektgruppe an der Uni eine kleine Abschlussfeier plante waren wir also schnell mit von der Partie. Einer Gruppe von 25 Leuten zu zeigen, dass Grillen mehr als nur Würstchen und Nackensteaks sein kann sollte kein Problem sein. Die Planungen waren schnell abgeschlossen und der Tag der Feier nahte.
Los ging es in Düsseldorf mit dem Beladen des Autos. Insgesamt wollten 2 Grills (ein Kugelgrill und Fassgrill), eine Kühlbox und eine Kiste mit allem Zubehör in den Wagen gequetscht werden. Während ich mich auf den Weg Richtung Norden machte war Carsten schon unterwegs um die Einkäufe zu erledigen. Nach einer knapp einstündigen Vorbereitung in Carstens Küche machten wir uns schliesslich auf den Weg nach Lüdinghausen. Mit den Einkäufen im Auto war dann schliesslich auch kaum noch genug Platz für die beiden Grillakteure.
Auf dem Hof von Justus angekommen wurde schnell der Wagen ausgeladen und unser Grillstand aufgebaut. Die ersten Gäste waren bereits eingetroffen und es wurde allerhöchste Zeit den Grill anzufeuern und das Fleisch einer Thermobehandlung zu unterzeihen. Nachdem die Hähnchen und die Braten auf den Grill gewandert waren war kurz Zeit für eine Verschnaufpause (und natürlich ein Bier!). Frisch gestärkt ging es dann an die Zubereitung der Vorspeise und es wurden die letzten Handgriffe an den Beilagen erledigt.
Das Menü im Überblick:
Nach dem alle Gäste gesättigt waren wurde alles zusammengepackt und wir verabschiedeten uns um die eigentlich Feier nicht unnötig zu stören. Schliesslich gab es als Belohnung für die Grillerei eine Kiste Bier und wir wollten schnellstmöglich auf Carstens Balkon um mit der Vernichtung zu beginnen. Nach dem etwas hektischen Tag und dem netten Feedback der Gäste schmeckte das Bier wirklich gut!
Beim Abholen des zurückgelassenen Grills am nächsten Tag wurden wir noch Zeuge eines Kampfes um den letzten verbliebenen Braten. Jedes Mitglied des Aufräumkomitees wollte ein möglichst großes Stück mit nach Hause nehmen. So etwas erfreut uns natürlich, es scheint also geschmeckt zu haben!
Kurz nach der Geburt meiner Tochter Lisa lud ich die Jungs auf ein Bierchen zu uns nach Düsseldorf ein. Mit dem Verweis auf die fehlende Übernachtungsmöglichkeit und die damit verbundenen Einschränkungen wurde die Einladung abgelehnt. Die Jungs wollten ordentlich feiern und nicht nur gemütlich ein Bierchen trinken!
Die Planung wurde also umgeworfen und mit kurzer Verzögerung wurde die Veranstaltung in Sebos Garten nachgeholt. Mit von der Partie: 2kg Entrecote und knapp 3kg Schweinenacken. Aus dem Entrecote wurden 8 Rib Eye Steaks mit ordentlicher Dicke geschnitten und als Appetitanreger auf den Gussrost befördert.
3 Minuten pro Seite später war der gewünschte Garzustand medium-rare erreicht und die Meute machte sich über die Fleischscheiben her. Lediglich ein bißchen Salz rundete den Fleischgeschmack ab, für weitere Gewürze oder gar Beilagen war kein Bedarf.
Der Schweinenacken war schon knapp 3 Stunden vorher mit Taco-Seasoning eingepudert und mit Zwiebeln und Speck in den Dutch Oven verfrachtet worden. Das so zusammengebastelte Schichtfleisch wurde anschliessend in Brötchen gestopft und verschlungen.
Um unsere Mägen nicht zur Ruhe kommen zu lassen, hatte Alexis noch eine kleine Überraschung auf Lager. Rinderfilet, Salbei und Speck wurden zu einer Rindfleisch-Lasagne verarbeitet. Diese Erfindung überzeugte auf ganzer Linie und wird definitv noch weiterentwickelt.
Nach der Fleischorgie ging es dann zu Haiko wo diverse Mixgetränke zum Anregen der Verdauung bereitstanden. Irgendwann haben wir uns auch noch auf den Weg zur Trust in Wax Party gemacht und einen gelungenen Abend um halb 5 morgens beendet.
Pfingstmontag war Terrassentag angesagt. Über den Winter hatte sich jede Menge Kram angesammelt, der entfernt werden mußte und die olle Bambusverkleidung sollte ausgetauscht werden. (Ohne Bambus gibt es hoffentlich weniger Wespen und die E-Klatsch - eine Fliegenklatsche mit Batterie - muss nicht ständig eingesetzt werden.)
Was bietet sich also an wenn man eh schon den ganzen Tag draussen ist? Richtig, der Smoker muß angeschmissen werden. Im Hinblick auf die anstehende Pensionierungsfeier meines Vaters sollte es einen kleinen Test- bzw. Trainingslauf mit Steakhüfte geben und irgendwie sind mir noch Rippchen in den Einkaufswagen gehüpft.
Nachdem ich den Sonnenschirm aus dem Innenhof vom Nachbarhaus befreit hatte (dem Wind sei Dank), konnte es dann auch losgehen. Die Hüfte wurde mit einer Rosmarin-Pfefferkruste versehen und die Rippchen bekamen eine planlos zusammengerührte Mischung aus dem Gewürzregal ab. Geräuchert wurde mit Apfelchunks in den ersten beiden Stunden und anschliessend blieben die Probanden noch weitere zwei Stunden ohne zusätzlichen Rauch im Smoker. Bei einer Kerntemperatur von 57 Grad wanderte die Steakhüfte zum ausruhen in Alufolie während die Rippchen noch kurz mit Jim Beam Barbecue Glaze überzogen wurden.
Die Rippchen waren zwar schön zart aber geschmacklich leider nicht so der Hit. Der Dry Rub war viel zu fad und die Jim Beam Plörre schmeckt eigentlich nur nach Zucker. Die Hüfte hingegen war mal wieder ein Traum und es blieb genug übrig um den Rest der Woche Sandwiches oder Roastbeef mit Bratkartoffeln zu essen. I love leftovers!
Im mybbq.net-Grillforum wurde kürzlich über die Verfügbarkeit von Rindfleisch aus den USA in entsprechenden lokalen Zuschnitten diskutiert. Da sich die Fleischzuschnitte in den einzelnen Ländern zum Teil deutlich unterscheiden bekommt man landes-untypische Zuschnitte normalerweise nur als Importware. Ein deutscher Metzger zerlegt das Rind halt anders als sein Kollege in den Staaten. Im Laufe der Diskussion wurde auf die Verfügbarkeit von diversen typischen US-Fleischzuschnitte im Handelshof-Großmarkt hingewiesen. Da der nächste Handelshof nicht wirklich weit entfernt war ging es also eines Samtagsmorgens auf nach Hilden um den Kühlschrank wieder mit Fleisch aufzufüllen.
Während meine Frau unsere Tochter davon abhalten mußte die Regale in der Spielzeugabteilung auszuräumen, machte ich mich auf die Suche nach dem passenden Stück Grillfleisch. In der Kühlkammer angekommen sprangen mir auch direkt einige Brocken feinstes US-Beef ins Auge. Im Angebot waren Rindernacken, Tafelspitz/Picanha, Entrecote, Rinderfilet und Flanksteak aus US Aufzucht und Verarbeitung. Ich entschied mich für das Flanksteak, da der Bauchlappen eines Rindes sich durch einen intensiven Rindfleischgeschmack auszeichnen soll. Verwundert war ich allerdings über die Packungsgröße. Das Flanksteak ist ein recht flacher Muskel und sollte im Idealfall ein Gewicht von etwa 700 bis 800 Gramm auf die Waage bringen. Die Pakete im Handelshof waren allerdings durch die Bank recht dick und hatte alle ein Gewicht von 1,4 bis 2,3 Kilogramm.


Das Paket wanderte zunächst in die Tiefen des Kühlschranks bis sich der geeignete Grillzeitpunkt bot. Beim Auspacken kam dann die freudige Überraschung: die Packung mit 1,4kg Gewicht enthielt zwei Flanksteaks! Somit waren wir wieder bei dem Idealgewicht und alles war im Lot. Flux wurde der Grill angeworfen und das Steak, nur mit Salz und Pfeffer gewürzt, scharf von beiden Seiten angegrillt. Nach kurzer Ruhepause in Alufolie bot sich ein köstlicher Anblick und ein betörender Duft. Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen und schmecken lassen. Das Flanksteak schön dünn quer zur Faser aufgeschnitten ist eine sehr zarte Angelegenheit die sicher öfter auf meinem Teller landen wird. Nicht umsonst ist Flanksteak das beliebteste Fleisch für die Zubereitung von Fajitas!.
Vor etwas mehr als einem Jahr begann mein Vater mit den Überlegungen für seine Pensionierungsfeier. Gesucht wurde eine leckere Verköstigung für die Kollegen im Anschluss an den offiziellen Teil der Entlassfeier. Da es auf solchen Feiern meist nur dröge Schnittchen gibt sollte es zum Abschluss ein etwas ausgefalleneres Event geben.
Ohne die genauen Rahmenbedingungen zu kennen schlug ich vor die Gäste zu begrillen. Die Idee gefiel meinem Vater und nach kurzer Zeit hatte ich die Zusage. Je mehr wir über die Feier sprachen, desto höher wurde allerdings auch die Gästezahl. Aus meiner groben Schätzung von 80 Personen wurden innerhalb kürzester Zeit 150 Personen und am Ende hieß es ich solle Essen für 180-200 Personen zubereiten. Die genaue Zahl konnte leider nicht festgelegt werden da die Kollegen neben der Feier auch noch den Betrieb in der Bibliothek aufrecht erhalten mußten und somit in mehreren Schichten zum Essen kommen würden.
Die Vorbereitungsphase
Ursprünglich war geplant ein großes Festzelt aufzubauen um vom Wetter unabhängig zu sein, allerdings hätte das zum einen den finanziellen Rahmen gesprengt und zum anderen reichte der Platz nicht aus eine feste Konstruktion aufzustellen. Und eine blockierte Feuerwehrzufahrt habe ich beim Ausladen nach den Deutschen Grillmeisterschaften 2008 schon mit einem Punkt in Flensburg bezahlen müssen... Schliesslich wurde entschieden die Biertische unter drei etwas robusteren Pavillions aufzustellen. Einen leichten Schauer hätten die Pavillions abgehalten aber bei strömendem Regen hätten wir das Buffet und die Tische in den etwas ungeliebten (da relativ dunklen) "Erfrischungsraum" verlegen müssen.
Ach ja, manche Anbieter von Leihgeschirr und Bierzeltgarnituren scheinen zusätzliche Geschäfte nicht nötig zu haben. Eine Rückmeldung über 6 Wochen nach der ersten Kontaktaufnahme des Kunden halte ich für ein klitzekleines bißchen zu lang. (Den Namen des schnrachnasigen Getränkehandels will ich an dieser Stelle mal verschweigen.) Das Geschirr wurde schliesslich beim Alexianer Krankenhaus gemietet und dort war der Service sehr zu empfehlen.
Nachdem die Leihausrüstung und die Getränkelieferung geklärt waren ging es an die detailierte Planung des Menüs. Die ersten Vorschlägen paßten schon ganz gut aber einige kleine Änderungen waren unumgänglich. Manche Gerichte wie unser Wettkampfdessert läßt sich leider in so großem Maßstab nur schwer zubereiten und andere Gerichte (wie die gefüllten Pilze) mußten für die Vegetarier-Fraktion hinzugefügt werden. Die Auswahl der Speisen war allerdings nur der erste Teil, die eigentliche Arbeit war das austüfteln der Mengen. Bei einer so großen Gästezahl will man ja nicht Unmengen an Resten haben aber es darf auch auf keinen Fall zu wenig zu Essen geben. Nach diversen Abenden des Rechnens stand die Einkaufliste dann endlich und wie sich am Tag der Feier herausstellte paßten die Mengenangaben erstaunlich gut.
Ende Juni rückte der Tag der Feier dann endlich näher aber wie üblich häufen sich die privaten und geschäftlichen Termine gerne mal. Der Montag vor der Feier sollte eigentlich zum entspannten Packen der Grillutensilien genutzt werden aber ich mußte an meinem freien Tag erst noch ins Büro um die Planung eines Projekts abzuschliessen. Als ich dann endlich zu Hause war mußte erst noch der neue Smoker zu Ende gepimpt werden - ohne Beine wäre der etwas klein und unbequem zum Grillen. Deutlich stressiger als gewünscht war dann am Montag abend das Auto größtenteils gepackt und die Vorfreude stieg deutlich an.
Dienstag, 29. Juni 2010
Es ging los! Nach dem Frühstück wurden schnell die letzten Sachen im Auto verstaut und es ging ab nach Münster. An der Uni Bibliothek angekommen wurden ein Smoker, ein Kugelgrill, ein Pavillion, 2 große Grillkisten und gefühlte 100 Einzelteile aus dem Auto geladen.
Nachdem das Chilichef-Banner gut sichtbar über den Grills befestigt war ging es mit leerem Auto auf zum Großmarkt. Der Einkauf sollte laut Planung eigentlich in einer guten Stunde erledigt sein aber nach knapp zwei Stunden mußte ich feststellen, dass die zwei Einkaufswagen nicht für alle Lebensmittel ausreichen würden. Ich entschied mich das frische Gemüse erst am nächsten Tag zu kaufen, es wurde schliesslich so langsam Zeit mit den Vorbereitungen in der Küche anzufangen.
Mit Manfreds tatkräftiger Unterstützung wurde die kleine Küchenzeile im Erfrischungsraum zur Großküche umfunktioniert. Es wurden Salatsaucen und Dips angerührt, Knödel gekocht und Hähnchen gewürzt. Die meiste Zeit ging allerdings für die Vorbereitung der gefüllten Braten drauf. Was im kleinen Maßstab von 2 Braten noch einigermaßen flott von der Hand geht sieht bei 10 Braten leider etwas anders aus. Mehrere Stunden lang haben wir zu zweit Schweinerücken pariert, Füllung vorbereitet, den Schinkenmantel ausgelegt und die Braten wieder mit Garn verschnürt.
Zwischendurch brachte Carsten noch einen weiteren Kugelgrill und einen zweiten Smoker und die Ausrüstung war komplett für den nächsten Tag. Gegen 21.00 Uhr waren wir dann endlich mit den Vorbereitungen fertig und es ging auf den Heimweg. Mehr Lebensmittel hätten wir auch kaum unterbringen können, schliesslich waren alle Kühlschränke bis oben hin gefüllt. Was denkt sich eigentlich ein Buchbinder am frühen Morgen, wenn er die Milch im Kühlschrank in der Kaffeeküche vor lauter Fleisch nicht mehr findet?
Mittwoch, 30. Juni 2010
Kurz nach der Öffnung des Großmarkts um 7.00 Uhr ging es in die Gemüseabteilung und innerhalb von Minuten stapelten sich kistenweise Paprika, Zucchinis und Salatköpfe auf unserem Wagen. Noch schnell zwei 15kg Säcke Holzkohle aufgeladen und es ging ab zur UB um die Grills anzufeuern.
Pünktlich um 8.30 Uhr wurde der erste Smoker mit der frisch parierten und gewürzten Steakhüfte beladen und eine halbe Stunde später wanderten die gefüllten Schweinerücken auf den zweiten Smoker. Mit Hilfe von Apfelholz-Stücken wurde das Fleisch eingeräuchert - leider etwas zu viel denn durch die offenen Fenster zog der Rauch ins daneben liegende Büro und Schwupps mußte der Hausmeister den Rauchmelder abstellen. (Die Feuerwehr ist zum Glück nicht gekommen. Die Rauchmelder sind zwar direkt mit der Leitstelle gekoppelt, für einen richtigen Alarm muss aber Rauch und Hitze vorhanden sein.)
Während die Braten langsam vor sich hin schmurgelten wurde das Gemüse vorbereitet und die richtige Position für die Buffet-Tische gesucht. Carsten und Manfred mußten leider einen Großteil der Schneidearbeit übernehmen weil ich es passenderweise geschafft habe in das Messer meiner Mandoline zu greifen. Das Resultat: ein blöder Schnitt am Daumen der zwar nicht besonders schmerzhaft war, dafür aber um so mehr geblutet hat. Der gut ausgerüstet Griller hat zwar Pflaster dabei, in diesem Falle half aber nur der McGuyver-Verband: Man rolle ein Küchenkrepp auf 2cm Breite auf und wickle es fest um den Finger. Ein Streifen Duct-Tape fixiert das ganze in Position und ein Gummihandschuh sorgt für einen hygienischen Abschluss.
Ab 11.00 Uhr haben wir dann damit begonnen die beiden Kugelgrills anzufeuern und mit den Direktgrillereien zu starten. Es galt eine Unmenge an Knödeln, Hähnchen und Gemüse zu grillen und die Chafing-Dishes zu bestücken. Um kurz nach 12.00 Uhr kamen die ersten Gäste vom offiziellen Teil der Pensionierungsfeier nach draußen und wir mußten dringend das Buffet komplett gefüllt kriegen. Als der Ehrengast dann schliesslich um kurz vor 12.30 Uhr nach draussen kam begann der Ansturm auf das Essen. Für die ersten 90 MInuten gab es eine konstante Schlange quer über das Gelände und wir waren damit beschäftigt das Essen auszuteilen und Nachschub zu grillen. Alexis und Carsten haben am laufenden Band Gemüse und Hähnchen gegrillt und Manfred hat einen Braten nach dem anderen aufgeschnitten und an die Gäste ausgeteilt. Ich war der Springer der den einzelnen Stationen neues Rohmaterial liefert und die Salate am Buffet auffüllt.
Ab 15.30 Uhr waren dann alle Gäste ausreichend mit Essen versorgt und der Ansturm liess deutlich nach. Erst jetzt hatten wir ein wenig Zeit zu verschnaufen und selbst eine Kleinigkeit zu essen. Nach dem ein oder anderen netten Gespräch und vielen Fragen rund um das Grillen ging es dann ans Aufräumen. Dank zahlreicher Spülhilfen waren unsere Kisten schneller gepackt als gedacht und gegen 18.00 Uhr waren wir wieder zu Hause.
Am Ende bleibt die Erinnerung an einen wunderschönen Tag mit bestem Wetter, 140 satte Gäste die teilweise mehrfach am Buffet standen und 4 restlos erschöpfte Griller mit einem höllischen Muskelkater am nächsten Tag. Das Beste aber ist die Gewissheit, das bisher größte Grillevent von Team Chilichef ohne Probleme über die Bühne gebracht zu haben. Jetzt sollten die nächsten Grillmeisterschaften doch eigentlich eine Routineveranstaltung für uns werden ;-)
Die Feier in Zahlen

Folgende Speisen wurden bei der Feier in Buffetform angeboten:
Als Nachtisch gab es noch diverse Selbstgebackene Kuchen und Kaffee. Hierfür waren allerdings die Mitarbeiter der ULB Münster zuständig und nicht das Grillteam.
Bei der Pensionierungsfeier wurde so manches Bild geknipst. Klickt einfach auf eines der Bilder unten um Euch einen Eindruck von der Feier zu machen. Viel Spass!
Letztes Wochenende war die Bude gerammelt voll Das Abrisskommando, bestehend aus meiner Tochter, meiner Nichte und dem Hund meiner Eltern, wirbelte durch die Wohnung und sorgte für eine dezente Re-Positionierung des Inventars. Nebenbei mußte ich allerdings noch hin und wieder einen Blick auf den Grill werfen. Unsere Gäste spekulieren natürlich immer auf gutes Essen und was liegt da näher, als den Probelauf für die nächste Grillveranstaltung mit der Verköstigung der Familie zu verbinden? Für die standesamtlichen Hochzeit von Christine und Philipp nächste Woche mußte die Thymiankruste nochmal einem kurzen Test unterzogen werden. Für die Kruste habe ich Thymian, Knoblauch und Chilischoten mit grobem Meersalz im Mörser zerstoßen.
Die Fettschicht des Roastbeefs rautenförmig einritzen und die Würzpaste dann kräftig rundherum in das Fleisch einmassieren. Nach einer guten Stunde im Kühlschrank wurde das Fleisch kurz bei hoher Hitze angegrillt und anschliessend in der Garkammer des Smoker bei etwa 130 Grad bis auf eine Kerntemperatur von 57 Grad gezogen.
Gedauert hat das Ganze knappe zwei Stunden. Nch einer Ruhepause von gut 20 Minuten wurde das Fleisch dann endlich angeschnitten und konnte mit den Kartoffeln, den Speckbohnen und dem grünen Salat serviert. Geschmacklich hat die Kruste voll überzeugt und die zwei Kilogramm Fleisch waren mit 8 Erwachsenen in Nullkommanix verspeist. Der Feier nächste Woche steht also nichts mehr im Weg!
Der Einkauf in der Metro am Samstag förderte mal wieder eine ordentliche Fleischmenge in den Kühlschrank. Genug auf jeden Fall, um am Sonntag schonmal eine schnelle Vergillung zu starten bevor der Smoker den ganzen Pfingstmontag heiß läuft.
Die Steakhüfte wurde als Vorbereitung für Montag von der Sehne befreit und die übriggebliebenen Abschnitte schrien nach einer direkten Verarbeitung. Lag da nicht noch unbenutztes Zubehör im Schrank? Aber sicher doch! In den Untiefen des Grillschranks warteten noch Kebab-Spieße auf ihren ersten Einsatz. Die Spieße habe ich auf meiner letzten Dienstreise nach Istanbul gekauft und bisher noch nicht getestet. Wenn Ihr das nächste Mal in Istanbul seid, solltet Ihr auf jeden Fall die kleine Gasse neben der Galatabrücke aufsuchen (auf der Seite des Gewürzmarkts). Dort tummeln sich diverse Händler mit allerlei Grills und Grillzubehör zu spottbilligen Preisen.
Die Hüftabschnitte wanderten jedenfalls mit Rosmarin, Pfeffer, Orangensaft, Öl, Salz, Zucker und Chiliflocken für 30 Minuten in einen Gefrierbeutel und wurden dann auf die Spiesse gezogen. In der Zwischenzeit war auch der Anzündkamin durchgebrannt und es konnte mit der Thermobehandlung begonnen werden.
Knapp 8 Minuten unter ständigem wenden verbrachten die Spiesse über der Hitze ehe sie zum ausruhen unter Alufolie geschickt wurden. Als Beilage gab es Pellkartoffeln und einen Salat.
In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien standen in der Realschule in Senden einige Feierlichkeiten an. Drei langjährige Kollegen und Kolleginnen wurden gebührend in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Der offizielle Teil der Verabschiedung mit diversen Laudatoren im Beisein der Presse fand m Donnerstag morgen statt und am Abend sollte es dann eine enstpannte Feier im Kreise der Kollegen geben. Nach der gelungen Pensionierungsfeier an ULB Münster (und natürlich der familiären Bindung zu einer der Ehregäste...) stand schon lange fest, dass Team Chilichef die Bewirtung der Gäste auf der abendlichen Feier übernehmen sollte.
Die Schule verfügt über ein gut ausgestattete Küche die normalerweise für die Übermittagsbetreuung genutzt wird. Der angrenzende Schulgarten bietet genügend Platz zum Aufstellen unserer Grills und somit war die Standortfrage recht schnell geklärt. Die beiden bis unters Dach beladenen Autos wurden schnell ausgeladen und die Grillgeräte positioniert. Unsere Ausrüstung bestand diesmal aus einem Chargriller Smoker, zwei Weber 57cm One Touch Gold Kugelgrills und einem 43cm Outdoorchef Gas-Kugelgrill sowie natürlich diverse Zubehörteile wie Grillzangen, Pavillon, Chafing Dishes,etc.
Als die Gäste gegen 19.00 Uhr eintrafen gab es als erstes ein bißchen Fingerfood um den Appetit anzuregen: Tortilla-Schnecken mit Schinken-Spinatfüllung und und Basilikum-Hackbällchen mit Balsamico-Glasur. Die Beliebtheit der Snacks ließ sich an den Beschwerden einiger Gäste ablesen: obwohl wir von beiden Häppchen mehr Portionen als Gäste zubereitet haben, bekamen nicht alle Gäste etwas ab. So manch einem hat es gut geschmeckt und es wurde wohl mehrfach zugegriffen. Das Ganze diente aber ja nur zum Appetit anregen, mehr Gerichte zum Sattessen waren ja schliesslich unterwegs zum Buffet.
Das Servieren des Fingerfoods wurde übrigens wie so einige andere Tätigkeiten rund um das Essen von einer Gruppe Mütter erledigt. Die Übermittagsbetreuung unter der Woche wird komplett von den Müttern organisiert und somit waren wir eigentlich nur Gäste in "ihrer" Küche. Die Unterstützung zog sich durch den ganzen Abend. Erst wurden die Snacks verteilt, anschließend die Getränke ausgeschenkt und am Ende wurde uns tatkräftig beim Aufräumen geholfen. Die Spülmaschine mit Turbomodus (15 Minuten Laufzeit) hatte sicherlich einen großen Anteil am schnellen Spülen aber ohne die Hilfe der Mütter hätten wir uns im Laufe des Abend deutlich mehr abgemüht. An dieser Stelle nochmals vielen Dank für die Unterstützung!
Als es gegen 19.30 Uhr an die Eröffnung des Buffets ging bildete sich rasch eine lange Schlange und die hungrige Meute lud sich die Teller voll. Zur Auswahl gab es Hähnchenbrust in Honig-Senf-Marinade, Schweinefilet im Blätterteig gewürzt mit getrockneten Tomaten und italienischen Kräutern, gegrillte Zucchini und Paprika, mit Spinat, Feta und getrockneten Tomaten gefüllte Riesenchampignons, Couscous-Salat, grüner Blattsalat mit Balsamico Vinaigrette sowie Baguette mit selbstgemachter Kräuterbutter.
Nach einiger Zeit ebbte der Ansturm auf das Essen langsam aber sicher ab, einige Gesichter sah man jedoch immer wieder am Buffet um sich Nachschlag zu holen. Den Kommentaren nach zu urteilen scheint es geschmeckt zu haben („Ich habe noch nie so leckeres Hühnchen vom Grill gegessen, und überhaupt nicht trocken“). Nach einer knappen Stunde konnten wir dann das erste mal kurz Verschnaufen, bevor es an den Endspurt ging. Wir nutzten die Gesangseinlagen und Geschenkübergaben um in der Küche klar Schiff zu machen und das Dessert vorzubereiten. Auf dem Programm stand eine leicht abgewandelte Variante der siegreichen Baiserpflaume. Das Dessert wurde im Gegensatz zu den restlichen Gerichten auf Tellern angerichtet und nicht als Buffet serviert. Als die Teller ausgeteilt wurden zeigten sich viele der Gäste überrascht, welche Gerichte man auf dem Grill zubereiten kann. Innerhalb kürzester Zeit waren alle Portionen verspeist und wir hatten die Möglichkeit mit einem Bier ein wenig zu verschnaufen und dabei weitere Fragen der Gäste zu beantworten.
Alles in allem war es ein toller Abend der uns viel Spaß gemacht hat. Eine solche Veranstaltung reibungslos über die Bühne zu bringen ist immer eine klasse Sache und man hat ja nunmal nicht jeden Tag die Möglichkeit in solchen Mengen zu grillen. Der Ablauf hat ohne wirkliche Probleme wie geplant hingehauen, lediglich die Menge an getrockneten Tomaten beim Schweinefilet war ein wenig zu knapp bemessen. Das Rezept ließ sich aber leicht abwandeln und die Gäste haben wahrscheinlich gar nichts davon mitbekommen.
Wirklich gemein bei diesen Veranstaltungen ist aber, dass man den ganzen Tag grillt und selber fast nicht zum Essen kommt und wenn am Ende dann noch Reste übrig bleiben, ist der Hunger schon verflogen. Naja, dann muss man halt einen kleinen Testlauf einlegen um das eigene Essen selber kosten zu können...
Bevor wir am letzten Samstag die Hochzeit von Christine und Philipp feiern konnten, hieß es am Freitag erstmal einen Haufen Arbeit hinter uns zu bringen. Das Brautpaar hatte uns gebeten auf Ihrer standesamtlichen Hochzeit für das leibliche Wohl der Familie zu sorgen. Damit sich die angehenden Eheleute auf die eigentliche Feier zur kirchlichen Hochzeit am Samstag konzentrieren konnten, haben wir nicht nur die Zubereitung des Essens übernommen, sondern auch noch die Getränke und das benötigte Geschirr besorgt. Es gab also eine Menge zu tun, bevor wir die Tanzschuhe schnüren konnten...
Mit vollbeladenem Auto ging es Freitagmorgen nach Münster um die Lebensmittel und Getränke einzukaufen. Das Wetter auf der Autofahrt ließ nichts gutes erahnen: es schüttete in Strömen. Zum Glück gab es beim Ausladen eine kurze Verschnaufpause und wir konnten den Pavillon zwischen zwei Regengüssen aufbauen und unsere Ausrüstung eingermaßen trocken an den Ort des Geschehens transportieren. Nachdem unsere Grillstation aufgebaut war, besserte sich das Wetter zum Glück auch ein bißchen und es gab im weiteren Verlauf des Nachmittags lediglich ein paar Schauer.
Das Brautpaar und die Familie waren zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Weg zum Standesamt und wir konnten somit die ersten Vorbereitungen in aller Ruhe vornehmen. Als erstes wurde das Roastbeef scharf angegrillt um anschliessend auf den Smoker zu wandern. Danach ging es direkt weiter mit den Vorbereitungen für die Beilagen und den Nachtisch. Folgende Gerichte standen auf dem Hochzeitsmenü:
Wir machten schnell gute Fortschritte und als die Hochzeitsgesellschaft eintraf, waren die meisten Vorbereitungen schon abgeschlossen. Einem großen Teil der Gäste ging es aber anscheinend nicht schnell genug, denn wir wurden mit Fragen gelöchert wann denn endlich das Fleisch fertig sei. Ein wenig Geduld war aber noch angesagt, es sollte ja schliesslich noch Kaffee und Kuchen geben.Ausserdem hatten wir uns noch eine kleine Überraschung für Christine und Philipp überlegt: eine Bratwurst-Hochzeitstorte! Drei unterschiedlich große Bratwurtsschnecken wurden zuerst gestapelt und dann mit einem kleinen Hochzeitspaar geschmückt. Der Anschnitt erfolgte standesgemäß durch das Brautpaar vor den anderen Gästen und es gab bereits ein ordentliches Gerangel darum, wer denn nun beim Anschnitt die Hand oben haben solte. (Das Spektakel sollte sich dann am Samstag bei der richtigen Hochzeitstorte wiederholen...).
Kurz darauf wurde dann auch das Buffet eröffnet und die hungrige Meute machte sich über das Essen her. Es war unglaublich wie schnell das Essen vertilgt worden ist. Nach etwa einer Dreiviertelstunde war vom Buffet nur noch eine einzelne Scheibe Roastbeef übrig, Alles andere war komplett vertilgt worden. Die gut 30 Gäste hatten es geschafft mehr als 11kg Fleisch aufzufuttern! Einige der Gäste kamen wieder und wieder zum Buffet um sich den Teller vollzuladen. Satt geworden sind aber alle Gäste, denn beim Nachtisch gab es dann doch ein paar Reste.
Die Ananas-Spieße kamen auf den Grill nachdem der Ansturm auf das Buffet beendet war. Da die Gäste es sich bereits wieder mit dem ein oder anderen Getränk gemütlich gemacht hatten, entschieden wir uns die Spieße zu den Gästen zu bringen. Nachdem alle Gäste mit dem Dessert versorgt waren, bat uns Philipp einen kurzen Moment zu warten. Auf einmal applaudierten alle Gäste und bedankten sich bei uns für das leckere Essen! Mit einer solch tollen Rückmeldung hatten wir nicht gerechnet und waren ein wenig sprachlos. Wenn man solch zufriedene Gäste hat vergißt man schnell die Arbeit die eine solche Feier macht. Es eh schon toll an diesem, eigentlich für die Familie reservierten, Tag teilhaben zu dürfen, aber mit solch einem Applaus macht das Ganze doch noch um einiges mehr Spaß. Im Anschluss erledigten wir noch schnell die Aufräumarbeiten und packten unsere Grills wieder ein. Wir mußten ja schliesslich am nächsten Tag noch eine Hochzeit feiern...
Der Sommer läßt in diesem Jahr ja leider ein wenig zu Wünschen übrig. Grau in Grau hat sich der gesamte Juli präsentiert und der August brachte auch nicht wirklich eine Verbesserung. Umso mehr freut man sich natürlich, wenn die Wolkendecke mal kurz verschwindet und man ein paar Sonnenstrahlen auf der Terrasse verbringen kann. Wenn manche Meteorologen auch noch vom vermutlich letzten Sommertag sprechen, ist man quasi genötigt den Grill anzuwerfen - wobei man auch ganz gut mitten im Winter grillen kann....
Am Dienstag nach der Arbeit wurde also schnell der Riesling kalt gestellt und das Fleisch mit Magic Dust bearbeitet. Für die direkte Vergrillung mußte schnöde Putenbrust zusammen mit frischer, grober Bratwurst herhalten. Als Beilagen gab es aufgespießte Drilinge und Maiskolben. Manchmal sind einfache Dinge genau das Richtige und der Abend war ein voller Erfolg. Entspannt mit einem Glas Wein auf der Terrasse leckeres Essen genießen ist einfach das Beste!
Ach ja, der Abend hat auch mal wieder die Erkenntnis gebracht, dass Magic Dust eigentlich zu allem paßt. Egal ob Pulled Pork, Steaks oder Kartoffeln - Magic Dust geht immer. Und die Meteorologen können mich mal, ich will noch mehr Sommer!
In meinem Tiefkühler schlummerten schon seit einiger Zeit ein paar Spareribs, die auf eine kleine Hitzekur im Smoker warteten. Zwischen den Jahren bot sich dann endlich mal genügend Ruhe um ein paar Stunden lang Feuer zu machen und den Rippen genügend Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Das Wetter lud nicht gerade zum langen Verweilen auf der Terrasse ein, vom Grillen abhalten lassen sollte mich der nervige Nieselregen aber auch nicht. Meine Nachbarn halten mich wahrscheinlich eh schon für bekloppt, da stört es auch nicht mehr im Regen mit einer Taschenlampe in der Hand am Grill rumzufuchteln...
Die Rippchen bekamen eine 2-2-2 Behandlung spendiert, d.h. sie wurden 2 Stunden mit Apfelholz geräuchert, 2 Stunden mit einem Spritzer Apfelsaft in Alufolie eingewickelt im Smoker geparkt und anschliessend weitere 2 Stunden knusprig zu Ende gegart. Kokosnusskohle mit langer Brenndauer half die Anzahl der Heizgänge zu minimieren, aber ich mußte trotzdem etwa alle 60-70 Minuten raus in den Regen. Alles kein Problem - Badelatschen dabei zu tragen ist aber nicht empfehlenswert. Die Füsse werden beim anschliessenden Zocken auf der Couch etwas kalt, wenn die Socken schön feucht geworden sind ;-)


Zum Einsatz gekommen sind übrigens zwei unterschiedliche Dry Rubs. Die dunklere Version ist der erste Versuch eines Rubs auf Kaffee-Basis und bei der rötlichen Variante handelt es sich um Tante Pollys Grillgewürz. Letzteres ist ein recht universell einsetzbarer Rub mit mildem Geschmack (vielleicht ein klein wenig zu salzig), den ich als Zugabe zum gußeisernen Rost für meinen 57er Weber Grill bekommen habe. Der eigenentwickelte Kaffee Rub hat durchaus potential bewiesen und paßt gut zu Schweinefleisch. Bis zum Einsatz bei Meisterschaften oder bis zur Veröffentlichung des Rezepts ist aber noch ein wenig Feintuning angesagt, komplett abgerundet ist das Ergebnis noch nicht. Es werden also noch ein paar weitere Testläufe nötig sein.
Als Beilage hatte ich mir eigentlich eine Art Bratkartoffeln aus dem Smoker vorgestellt. Kartoffelscheiben wurden mit etwas Öl, Salz, Pfeffer und Rosmarin vermischt in einer Auflaufforum in den Grill gestellt. Leider war die Position im Garraum nicht ideal (zu weit unten) und die Temperatur im Smoker eh zu niedrig um knusprige Kartoffeln zu kredenzen. Es wurde also kurzfristig umdisponiert und die Kartoffeln bis zur Veredlung in der schmiedeeisernen Pfanne am nächsten Tag im Kühlschrank geparkt. Wer braucht denn schon eine Beilage für Rippchen?
Rippchen schmecken am Besten mit noch mehr Rippchen und so war das Menü vielleicht etwas karg aber trotzdem sehr, sehr lecker. Ein besseres Abendessen im Urlaub kann ich mir fast gar nicht vorstellen und Lisa hat es anscheinend auch sehr gut geschmeckt. Zumindest war es ein schönes Bild wie die eigene Tochter (mit eigentlich bereits gut gefülltem Bauch) Rippchen zum Knabbern einfordert!
Am 10.10.2011 kam der lang erwartete Anruf von Roland, einem Kommilitonen von mir: „Hey Sebo, wir haben ein Wildschwein geschossen, willst du das haben?“ - „SICHERLICH!!!“ Zwei Tage später bin ich mit Carsten nach Menden an den Rand des Sauerlandes gefahren um das Schwein abzuholen. Uns erwarteten ausgenommene frische 20 kg mit Decke und Kopf. Ein schönes Schwein. Zu dritt, Carsten ist gefahren, ich habe Ihm den Weg gewiesen und das Schwein hat im Kofferraum auf Carstens Golfbag aufgepasst, ging zurück nach Münster. Mein Brüderchen Alexis, der schon dem einen oder anderen Hasen das Fell über die Ohren gezogen hat, wartete bereits mit gewetzten Messern. Als es dem Schwein dann ans Fell ging hatte Carsten einen dringenden Termin, der nicht aufgeschoben werden konnte. Ich glaube ja, dass Carsten zu zart besaitet ist…. Alexis ist dann, meiner Laien - Meinung nach, wirklich profimäßig ans Werk gegangen. Zuerst an den Hinterläufe mit einem runden Schnitt das Fell abgelöst und dann wie immer von hinten nach vorne durcharbeiten. Wir haben ca. 45 min gebraucht. Für unser erstes Schwein keine so schlechte Zeit. Ich hatte die Bedenken das das für uns nicht Jäger ein schönes Gemetzel wird. Aber wie auf den Fotos zu sehen, war es absolut nicht unappetitlich und auch nicht schlimm anzusehen. Am Grilltag wurde unser Schwein mit einer ordentlichen Wild - Würzung eingerieben und mit einer Bacon – Decke zugedeckt. Dann ab auf den Smoker. Wir haben mit einer Grillzeit von ca. 5 – 6 h gerechnet. Leider hat es an dem Tag viel geregnet, so dass wir starke Probleme hatten den Smoker auf Temperatur zu halten. Nach ca. 8 h wurde aufgetischt. 5 kg Rotkohl und 4 kg Serviertenknödel und 8 kg Wildschwein haben wir mit 12 Mitessern nicht geschafft aufzuessen. Da wir wie immer Sorge hatten zu wenig Fleisch für unsere Gäste zu haben, sind noch 10 Haxen zusätzlich auf dem Smoker gelandet. Völlig bescheuert, aber ich denke Ihr könnt das nachempfinden. Hauptsache genug FLEISCH!!!!! Geschmacklich war das Schwein wirklich super. Sehr zart und durch den Bacon auch schön saftig. Beim nächsten Wildschwein werden wir uns mit dem Räuchern mehr zurückhalten. Der Wildgeschmack kam leider ein bisschen zu kurz. Übung macht den Meister. In diesem Sinne, viele Grüße von der Münsteraner Grillfraktion!
Wenn die Familie nach Grillfleisch ruft hat man als Mitglied eines Grillteams meistens keine Wahl und muss den Grill anfeuern. Niels Schwager Bernd hatte sich für seinen Geburtstag ein zünftiges, über offenem Feuer zubereitetes, Mahl gewünscht. Somit ging es am ersten Januarwochenende zu zweit nach Dortmund, um den geladenen Gästen etwas leckeres auf den Tisch zu zaubern. In Dortmund stand auch schon der Smoker bereit und wir konnten quasi sofort loslegen. Das Geburtstagskind war zu diesem Zeitpunkt allerdings um 5 Euro ärmer - Bernd hatte den Smoker am Vortag in Recklinghausen abgeholt und vorher großspurig vor seiner Frau behauptet, er können den Klotz alleine aus dem Auto tragen. Einen massiven Smoker hebt man aber nicht mal eben in den Kofferraum und so ging die Wette an seine Frau. Als zusätzliche Bestrafung mußte er auch noch mit offener Heckklappe fahren, da der Smoker etwas zu groß für den Minivan war...
Die Tage vor der Veranstaltung hatte es heftig gestürmt und am Vorabend wurde die Haube von meinem Kugelgrill geweht und war nirgendwo wiederzufinden - weder im Innenhof noch auf Nachbars Dachterrasse, Dreck! Wir entschieden uns also gegen einen Pavillon und wollten in der Garage grillen, glücklicherweise wurde es dann aber passenderweise zum Abend hin ruhiger und wir konnten ganz entspannt zu Werke gehen.
15 Personen hatten sich für die Feier angekündigt, aufgrund der vielen unterschiedlichen Gerichte, die der Gastgeber sich gewünscht hatte, gab es aber Essen für mindestens 25 hungrige Gäste. Leider hatten einige Gäste im Vorfeld abgesagt oder waren auf dem Weg zur Feier stecken geblieben und am Ende warteten nur 8 Gäste und die zwei Gastgeber auf die Fleischparade vom Grill. Es gab also wie so häufig viel zu viel zu futtern!
Die Menüauswahl umfaßte folgende Gerichte:
Nach unserem genialen Trainingslager im September hatte das ganze Team viele Termine um die Ohren. Wir haben vergeblich nach einem passenden Datum für das nächste Treffen gesucht und auch zum Ende des Jahres hielt die Terminproblematik an. Das eigentlich als Jahresabschlussevent gedachte Grillen fand somit erst am letzten Januarwochenende statt. Wir hatten zu dieser Zeit an Stelle von Regen und 5 Grad Aussentemperatur trockene Bedingungen bei gemütlichen Minusgraden aber immerhin konnte man sich bei dieser Witterung den Kühlschrank sparen...
Los ging der Nachmittag mit einem Bewerbungsgespräch. Haiko wurde nach eingehender Befragung neu ins Team aufgenommen und wird uns tatkräftig bei den kommenden Aktivitäten unterstützen. Um seinen Einstand gebührend zu feiern hatte er einen Berg Rinder Rippen besorgt und durfte sich das erste Mal am Smoker austoben.
Während die Rippchen es sich in der rauchigen Sauna gemütlich machten, verzogen wir uns allerdings erstmal an Sebos Küchentisch und machten uns an die Planung der Wettampfsaison.Irgendwann war dann aber genug geredet worden und die weiteren Grills wurden angefeuert. Thema des Trainingstermins waren Beilagen jeglicher Art, um unser Repertoir ein bisschen zu erweitern. Es gab einige gute Ideen, genaueres wird hier aber noch nicht verraten - wir wollen schliesslich mit den Gerichten in diesem Jahr auf Grillmeisterschaften antreten!
Neben den Beilagen gab es wie üblich aber noch genügend Fleisch um eine kleine Armee zu versorgen. Würstchen und Steakhüfte konnten den ersten Hunger stillen, bevor die Rippchen verspeist wurden. Mit einem Dry Rub nach Rezept von Jamie Oliver versehen, lagen die drei Kilo Fleisch insgesamt knappe 6 Stunden auf dem Grill. Länger war leider keine Zeit und so mußten wir noch mit etwas Alufolie nachhelfen um die Garzeit etwas zu beschleunigen. Durch die leichte Hetze hatten die Rippchen nicht die Möglichkeit richtig zart zu werden, geschmacklich waren sie aber ein Volltreffer. Ein schöner Rindergeschmack, der vor allem auch durch den großen Fettanteil sehr gut zur Geltung kommt. Das war mit Sicherheit nicht das letzte Mal bei dem Rinder Rippen auf dem Smoker gelandet sind. Beim nächsten Mal brauchen wir nur ein wenig mehr Zeit und bekommen hoffentlich einen ganzen Rippenstrang anstelle von Teilstücken. Richtige "Dinosaur Bones" sehen noch Eindrucksvoller aus!
Am vorletzten Wochenende kam Haiko zu Besuch nach Düsseldorf, eine Runde Zocken war angesagt. Bevor die Playstation Controller malträtiert werden konnten, brauchten wir aber erst mal eine kleine Stärkung: auf dem Programm standen gegrillte Burger. Im Gegensatz zu den Burgerketten ging es bei uns aber nicht um Fast Food, sondern um gute Handarbeit und ordentliche Zutaten. Burgerpatties selber zu formen ist ja wohl eine Selbstverständlichkeit, dieses Mal sollte es aber noch einen Schritt weiter gehen.
Nach diversen Recherchen im Internet war ein passendes Rezept für Burger Brötchen gefunden und am Samstagnachmittag ging es los mit den Vorbereitungen. Zunächst mussten die amerikanischen Mengenangaben ins metrische System „übersetzt“ werden und eine alternative für Milchpulver gefunden werden. Typisch amerikanisch, warum richtige Milch nehmen wenn es auch verarbeitetes Pulver gibt?
Da auch einige Arbeitsschritte zu aufwändig waren, wurde das Rezept kurzerhand deutlich umgekrempelt. (Das Originalrezept gibt es übrigens hier zu finden.) Im Grunde genommen handelt es sich bei dem Rezept um einen Brioche Teig, d.h. einen Hefeteig der mit Eiern, Milch und Butter angereichert wird. Nichts für die schmale Linie, da passte auch der nächste Kandidat gut ins Konzept.
Als Beilage und Burgertopping hatten wir Zwiebelringe auserkoren. Zunächst wurden die Gemüsezwiebeln in 1cm dicke Ringe geschnitten und in Buttermilch mariniert, anschließend kam eine Panade aus Weizenmehl, Maismehl und Semmelbröseln zum Einsatz. Mit Fett besprüht landeten die Ringe im Ofen – weniger zur Fettreduktion als um den Gestank in der Küche zu vermeiden. Leider ging der Versuch gehörig nach hinten los. Die Panade blieb zunächst sehr blass, nur um dann bei einigen Ringen schlagartig fast schwarz zu werden. Schnell zogen wir die Reißleine und schickten die verbliebenen Zwiebelringe ins Tiefe Fett einer improvisierten Fritteuse. Zwiebelringe müssen frittiert werden, Gestank hin oder her!
In der Zwischenzeit hatten die Buns ihre zweite ausgiebige Teig-Gehphase hinter sich gebracht und wanderten in den heißen Ofen. Der bereits angefeuerte Grill wurde mit dem Gussrost bestückt und so zur ultimativen Brandingmaschine für Burgerpatties gemacht. Zwei bis drei Minuten von jeder Seite und die 125g Patties waren außen knusprig und innen noch leicht rosa. (Unser Test zwischen einem fest gepressten Pattie und einem nur sehr lose geformten Fleischhaufen kam übrigens zu keinem eindeutigen Ergebnis und muss an anderer Stelle wiederholt werden.) Als schließlich alle Zutaten bereit standen, ging es an den Bau der Burger. Die leicht angegrillten Brötchen wurden mit „Konny Island Salsa“ (ein Geschenk von Niels, ok aber nix besonderes) und „Hot Garlic Mustard“ (ein Mitbringsel meiner Schwägerin aus dem Kanadaurlaub) bestrichen, mit einem Blatt Roma-Salat belegt und damm mit Burgerpattie und Zwiebelringen in die Höhe gestapelt. Der Anblick war fantastisch und der Geschmack hat uns auch vollends überzeugt.
Handgemachte Burger sind das Beste, ein Wahnsinnsgeschmack und super frisch. Da können die Fastfood Ketten abstinken und über die, mit komischen Zusatzstoffen überquillenden, Industrie-Hamburgerbrötchen brauchen wir erst gar nicht zu reden. Die Zeit für Buns aus Eigenproduktion werde ich mir bei den nächsten Burgersessions immer nehmen.
Was für einen Unterschied 8 Wochen machen können. War beim letzten Training noch Frost angesagt, so gab es diesmal feinsten Sonnenschein und T-Shirt Wetter! Es ging wieder zur Deluxe Grillhütte an der Habichtshöhe, wo diesmal das Thema Bratwurst mit Beilage auf dem Programm stand. Während es sich die mitgereisten Frauen und Kinder in der Sonne gemütlich machten, begann das wilde Treiben am Grill.
Nach einem etwas schleppenden, und wie üblich leicht chaotischem, Start ging es irgendwann Schlag auf Schlag und es gab diverse neue Kreationen zu probieren. Zuviel von den Gerichten können wir hier natürlich noch nicht verraten, daher diesmal nur ein kleiner Einblick in den Nachmittag:
Auf der Suche nach interessierten Grillteams für die Teilnahme an der ersten Münsterländer Grillmeisterschaft entstand im Frühjahr 2010 mein Kontakt zu Jack the Ribber. Nach einem entspannten Treffen mit einer längeren Diskussion über diverse Grillthemen war allerdings schnell klar, dass eine Teilnahme für ihn nicht in Frage kam. Der Kontakt ist aber dank diverser elektronischer Medien nicht abgerissen und vor ein paar Wochen flatterte mir eine Einladung von ihm zum Old Mountain Grilltreffen ins Haus.
Ursprünglich als Offline Treffen für die Mitglieder eines großen deutschsprachigen Grillforums entstanden, bringt die Veranstaltung mittlerweile zum dritten Mal Grillverrückte aus der ganzen Republik zu einem Wochenende mit jeder Menge Fleisch und Bier zusammen. Der Teilnehmerkreis ist in den letzten Jahren relativ konstant geblieben, umso mehr freute ich mich als einziger Neuling in diesem Jahr zum illustren Kreis von rund 20 Teilnehmern dazu stoßen zu dürfen.
Der Osterferien-Anfangs-Stau auf nordrhein-westfälischen Autobahnen verzögerte meine geplante Ankunft am Freitagnachmittag ein wenig und das Treffen war bereits in vollem Gange, als ich endlich in den Seminarräumen eines angemieteten Bauernhofs ankam. Nach freundlicher Begrüßung konnte ich nur kurz die Armada an Grillgeräten bestaunen, bevor es die ersten Köstlichkeiten zu probieren gab. Neben diversen Kugelgrills, einem Smoker, jeder Menge Dutch Ovens und Unmengen an Zubehör hatten die Teilnehmer noch einige interessante Eigenbauten, einen Holzbackofen und einen Wokbrenner mit der Lautstärke und dem Brennwert eines Düsentriebwerks mitgebracht. Eine Feuersäule bot etwas Wärme bei miesem Wetter, das jedoch der guten Stimmung unter den Teilnehmern keinen Abbruch tat.
Jeder angereiste Griller wollte mit seinen Künsten prahlen und somit gab es wie zu erwarten viel zu viel zu Essen. Im Minutentakt wurde ein neues Gericht nach dem anderen gezaubert und dazwischen bot sich genug Gelegenheit um bei dem ein oder anderen Getränk über die richtige Fleischveredlungsmethode zu philosophieren. Im Gegensatz zu mir waren die meisten Teilnehmer aber gut vorbereitet und hatten Tupperdosen, Vakuumbeutel und Kühlboxen mitgebracht um die übriggebliebenem Portionen für die nächsten Tage zu sichern. Das sollten wir uns für das nächste Trainingslager merken!
Samstag Abend ging es für mich leider bereits wieder nach Hause aber ich ich habe in der kurzen Zeit unter den begeisterten Grillern viele nette Leute kennengelernt und massig Spaß gehabt. Die vielen gesammelten Ideen und Anregungen müssen in der nächsten Zeit erstmal verarbeitet und nachgegrillt werden. Natürlich habe ich an den zwei Tagen viel zu viel gegessen - von den Grillkreationen könnt Ihr Euch auf den folgenden Seiten einen Eindruck machen.
Dank Stau zum Ferienanfang kam ich leider nicht wie geplant am frühen Nachmittag, sondern erst gegen Abend bem Treffen an. Die ersten Gerichte wurde somit leider ohne mich verköstigt aber es blieb noch eine ganze Menge Leckereien übrig:
Samstag ging das große Fressen ansatzlos weiter - nur die Kaltgetränke wollten nach dem Vorabend zu Beginn nicht so recht Abnehmer finden. Mir egal, ich mußte eh Abends wieder nach Düsseldorf fahren und hielt mich an Cola und Kaffee. Der Menüplan war am zweiten Tag allerdings noch praller gefüllt als am ersten Tag:
Verpaßt habe ich leider die folgenden Gerichte: