Messer von der Quelle: Werksverkauf in Solingen

Schon lange stand eine Fahrt ins nahegelegene Solingen auf dem Programm. Messer aus Solingen sind auf der ganzen Welt für ihre Qualität bekannt und was liegt da näher als einen kleine Ausflug in die Stadt der Messer zu unternehmen? Nach einer kleinen Internet-Recherche ging es auf den Weg zur Firma Carl Bahns, die unter anderem die Messermarken Burgvogel und Messermeister herstellt und vertreibt. Die Entscheidung fiel aufgrund eines Berichts in einem Messerforum der die deutlich niedrigeren Preise im Gegensatz zu den Werksverkäufen der bekannteren Marken wie Wüsthof oder Zwilling hervorhob.

Nach einer knapp 30 minütigen Fahrt standen wir schliesslich vor einem verwinkelten, senfgelb gestrichenen Gebäude im Süden Solingens. Einen Kundeneingang konnten wir nicht direkt erkennen, es gab aber nur eine Tür an der kein "Zutritt verboten"-Schild hing. Bei näherem Hinsehen erkannten wir dann aber doch einen Hinweis auf das Büro und den Verkaufsraum. Man bat uns schliesslich in einen etwa 15m2 großen Raum, der mit Regalen und Messer-Wühlkisten zugestellt war. Mit dem Vermerk wir sollten uns melden, wenn wir Fragen hätten, verschwand die Angestellte wieder im angrenzenden Büro, und wir konnten in Ruhe stöbern.

 

Nach einer knappen halben Stunde stapelte sich dann ein kleiner Berg Messer neben der Kasse:

  • 1 Santoku-Messer mit Kullenschliff und 18cm Klinge (2. Wahl) - 14 Euro
  • 1 Schinkenmesser mit Kullenschliff und 26cm Klinge (1. Wahl) - 18,19 Euro
  • 1 Schälmesser mit gebogener 5cm Klinge (1. Wahl) - 6,50 Euro
  • 1 Rindschlachtermesser mit gebogener 20cm Klinge (2. Wahl) - 6,80 Euro
  • 1 Blockmesser mit 26cm Klinge (2. Wahl) - 7,25 Euro
  • 1 Wetzstahl (1. Wahl) - 10,79 Euro
  • 2 Sparschäler (1. Wahl) - 1,37 Euro und 0,75 Euro

 Die Preise der 1. Wahl Messer liegen etwa bei 40% des regulären Preises und die 2. Wahl und Auslaufmodfelle nocheinmal deutlich darunter. Die Kriterien für eine 2. Wahl liegen übrigens meistens bei einem schlechten Druck auf der Klinge oder das Messer hat beim Schliff den ein oder anderen Kratzer abbekommen. Dem Schneideergebnis tut eine zweite Wahl auf jeden Fall keinen Abbruch, ich habe mich mit dem Santoku-Messer am Montag Abend direkt einmal ordentlich in den Finger geschnitten ;-)

Wer noch nicht genug Geld ausgegeben hat der sollte auf dem Rückweg noch einen Abstecher zum Haribo-Werksverkauf unternehmen. Auf dem Rückweg zur A46 kann man das Werk gar nicht verfehlen.