Steakhüfte und Rippchen

Pfingstmontag war Terrassentag angesagt. Über den Winter hatte sich jede Menge Kram angesammelt, der entfernt werden mußte und die olle Bambusverkleidung sollte ausgetauscht werden. (Ohne Bambus gibt es hoffentlich weniger Wespen und die E-Klatsch - eine Fliegenklatsche mit Batterie - muss nicht ständig eingesetzt werden.)

Was bietet sich also an wenn man eh schon den ganzen Tag draussen ist? Richtig, der Smoker muß angeschmissen werden. Im Hinblick auf die anstehende Pensionierungsfeier meines Vaters sollte es einen kleinen Test- bzw. Trainingslauf mit Steakhüfte geben und irgendwie sind mir noch Rippchen in den Einkaufswagen gehüpft.

Nachdem ich den Sonnenschirm aus dem Innenhof vom Nachbarhaus befreit hatte (dem Wind sei Dank), konnte es dann auch losgehen. Die Hüfte wurde mit einer Rosmarin-Pfefferkruste versehen und die Rippchen bekamen eine planlos zusammengerührte Mischung aus dem Gewürzregal ab. Geräuchert wurde mit Apfelchunks in den ersten beiden Stunden und anschliessend blieben die Probanden noch weitere zwei Stunden ohne zusätzlichen Rauch im Smoker. Bei einer Kerntemperatur von 57 Grad wanderte die Steakhüfte zum ausruhen in Alufolie während die Rippchen noch kurz mit Jim Beam Barbecue Glaze überzogen wurden.

Die Rippchen waren zwar schön zart aber geschmacklich leider nicht so der Hit. Der Dry Rub war viel zu fad und die Jim Beam Plörre schmeckt eigentlich nur nach Zucker. Die Hüfte hingegen war mal wieder ein Traum und es blieb genug übrig um den Rest der Woche Sandwiches oder Roastbeef mit Bratkartoffeln zu essen. I love leftovers!

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